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Informationen
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1. Luftentfeuchtung (Kondensationstrocknung)
in Gebäuden ohne Verdunstung im Raum
1.1 Das Ziel der Luftentfeuchtung:
Kondensation und
daraus u. U. folgende Korrosion, Fäulnis, Aufquellen
von Holz und Papier, Schimmelpilzbildung etc. sind zu vermeiden.
Auch die Gesundheit der Menschen kann in Mitleidenschaft gezogen
werden. Hierzu ist die Raumluft so weit zu entfeuchten, dass
ihre Taupunkttemperatur die Oberflächentemperatur des
kältesten Bauteils / Inventars nicht unterschreitet.
Die Kondensationstrocknung
- hilft schnell
- ist wirtschaftlich
- preiswert, wartungsfrei
- und zuverlässig
1.2 Anwendung
Bei der Verwendung eines Kondenstrockners
/ Luftentfeuchters muss beachtet werden, dass sein Arbeitsprinzip
der Entfeuchtung sich vom altbekannten Entfeuchtungsprinzip
> Heizen und Lüften < völlig unterscheidet.
Mit der Kondenstrocknung wird grundsätzlich
in einem geschlossenen Raum gearbeitet, in welchem die Feuchtigkeit
ungeachtet des Außenluftzustandes und der Jahreszeit
auf einen gewünschten Wert gesenkt wird.
Das Besondere bei der Entfeuchtung nach
dem Kondensationsprinzip ist, dass hierbei Feuchtigkeit in
fühlbare Wärme umgewandelt wird, die als Nebenprodukt
kostenlos zur Raumheizung beiträgt, da die zugeführte
elektrische Energie (Leistungsaufnahme des Kompressors und
Ventilators) und die durch Abkühlung der Luft entzogene
Energie in Wärme umgewandelt wird. (Wärmerückgewinnung)
Die Entfeuchtungsleistung eines Kondenstrockners/Raumtrockners
ist abhängig von der Temperatur und Feuchtigkeit der
Umgebungsluft. Also, je höher die Temperatur und Feuchte
der Luft, desto größer die Entfeuchtungsleistung!
Im Raumtemperaturbereich + 3° bis +15°
wird der Einsatz eines Luftenfeuchters mit einer werkseitig
eingebauten Heißgas-Abtauautomatik unbedingt erforderlich!
Denn die wirtschaftliche Heißgasabtauung entfernt die
in kälteren Räumen zwangsläufig eintretende
Vereisung des Verdampfers und realisiert auch bei niedrigen
Raumtemperaturen eine hohe Entfeuchtungsleistung.
Die Bedingung für ein zufriedenstellendes Entfeuchtungsresultat
mit der Kondenstrocknung ist, dass der Raum ausreichend dicht
ist, und das Öffnen von Fenstern und Türen möglichst
eingeschränkt wird.
Der Entfeuchtungsprozess kann natürlich
auch dann stattfinden, wenn ein gewisser, kaum vermeidbarer
Frischluftwechsel vorhanden ist. Die Effektivität der
Entfeuchtung fällt dadurch etwas ab, da die zuströmende
Feuchtigkeit von aussen zusätzlich entfernt werden muss.
In sehr großen Räumen sollen
stets mehrere Einzelgeräte aufgestellt werden. So wird
ein besserer Geräte-Wirkungsgrad und eine bessere und
gleichmäßigere Luftumwälzung erzielt. Dadurch
lassen sich an kalten Oberflächen im Raum Taupunktunterschreitungen
und die dabei entstehenden Feuchtenester und Feuchteschäden
verhindern.
Der Einsatz von mehreren Luftentfeuchtern
ist auch deshalb zu empfehlen, weil die Geräte voneinander
vollkommen unabhängig auf die jeweiligen Umgebungsluftzustände
viel besser reagieren und somit auch viel wirtschaftlicher
- vor allem stromsparender arbeiten können.
Statistische durchschnittliche Temperaturen
und relative Luftfeuchtigkeiten in den verschiedenen Monaten
des Jahres in Norddeutschland:
Jan.: Mitteltemp.: 0°C, Mittelfeuchte: 91%r.F., Wasserinhalt
der Außenluft: 2,1 g/kg
Juli : +10°C, 82%r.F.,
10,0 g/kg
Solche Schemen gelten nur für bestimmte
geographische Gebiete und sollten, nach Bedarf, örtlich
beschafft werden.
1.3 Dimensionierung
Die Dimensionierung eines Kondenstrockners
ist im Prinzip einfach. Eventuelle Schwierigkeiten dabei können
darin bestehen, die notwendige Entfeuchtungsleistung exakt
zu ermitteln, weil eine Reihe schwierig messbarer Faktoren,
u.a. der Wassergehalt in Mauerwerken, Fußböden,
Inventar etc., das Ergebnis beeiinflussen. Hierzu verweisen
wir auf unsere Dokumentation:
2. Luftentfeuchtung
in Gebäuden mit Verdunstung im Raum
Zur Berechnung
der erforderlichen Entfeuchtungsleistung muss auch die in
den Raum eindringende Wasserdampfmenge bestimmt werden. Diese
gelangt mit der Außenluft in den Raum und ergibt sich
aus der Feuchtedifferenz (Außen- und Raumluft) und eindringender
Luftmenge.
Zur Berechnung müssen folgende
Größen ermittelt werden:
1. max. zulässiger Wassergehalt der
Raumluft
2. Wassergehalt der Außenluft
3. Raumvolumen
4. Luftwechsel
Zu 1. Der zulässige Wassergehalt der Raumluft wird durch
die Raumtemperatur und der gewünschten/geforderten relativen
Feuchte(r.F.) bestimmt. Dieser Wassergehalt ist aus dem h,x
Diagramm für feuchte Luft nach Mollier zu entnehmen.
Zu 2. Der Wassergehalt der Aussenluft wird mit dem Mittleren
Maximum von 12g/kg (Erfahrungswert) angenommen.
Zu 3. Das Raumvolumen (m³ = L
x B x H) kann berechnet werden.
Zu 4. Der stündliche Luftwechsel
für Gebäude ist von vielen Faktoren wie Anzahl und
Dichtheit der Fenster und Türen, Begehung und Winddruck
abhängig und kann deshalb nicht genau gemessen und berechnet
werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in den meisten dichten
Räumen ohne viele Fenster, Türen und Begehung ein
geringer Luftwechsel stattfindet. in der Regel ist man auf
einige generelle Betrachtungen angewiesen. Z.B. auf die Werte
für Dichtheit des Gebäudes:
Werte für dichte Räume:
Gut 0,2 - 0,4 / Mittel: 05 - 0,8 / Schlecht: 0,9 -1,2.
1.4 Berechnung
Q = Erforderliche Entfeuchtungsleistung
VR = Raumvolumen m³
LW = Luftwechsel (m³/h)
LWW = Luftwechselwert für Dichtheit
des Gebäudes
p = Spezifische Dichte der Luft (1,2 kg/m³)
XA = Wassergehalt der Außenluft
XR = Wassergehalt der Raumluft
TR = Raumtemperatur
RLF = Raumluftfeuchte (r.F.) gewünscht
/ gefordert
Beispiel
Raumvolumen: 2000 m³
Raumtemperatur: +18°C
Luftwechsel (Annahme): 0,35 m³/h (ist
die zu behandelnde Luftmenge)
Wassergehalt der Außenluft (XA):
7,8 g/kg bei 60%r.F.
Die Entfeuchtungsleistung der Luftentfeuchter
ist abhängig von der Temperatur und Feuchtigkeit der
Luft. Der Luftzustand in dem die ermittelte Leistung erbracht
werden muss, ergibt sich aus dem h,x-Diagramm in dem Schnittpunkt
der Linie Wassergehalt Raumluft und der relativen
Feuchte von 60% bei +18°C Raumtemperatur.
Formel: Q = VR x LW x p x (XA - XR)
Q = 2000m³ x 0,35h-1 x 1,2kg/m³
x (12 - 7,8 ) g/kg
Q = 3528 g/h
Q = 84,672 Liter ist die zu entfeuchtende
Wassermenge in 24 Stunden (l/Tag)
1.5 Geräteauswahl
4 Stück Luftenfeuchter/Raumtrockner
Dantherm Modell CDT 50.
Entsprechend dem Geräte-Leistungsdiagramm
beträgt die Entfeuchtungsleistung
(Q) bei +18°C / 60% r.F.
pro Luftentfeuchter 1,05 kg pro Stunde.
Beim Einsatz von 4 Geräten beträgt
die gesamte Entfeuchtungsleistung (Qges) 4,2 kg/h
= 100,8 l/Tag.
In dieser Entfeuchtungsleistung sind
ca.19% Leistungsreserve enthalten. Dadurch wird ein wesentlich
wirschaftlicherer Entfeuchtungsprozess erreicht, weil die
Geräte nicht dauernd ihre maximale Leistung erbringen
müssen.
Fazit: Die Geräte haben im
Teillastbetrieb einen geringeren Stromverbrauch. Dadurch werden
Kosten für teure elektrische Energie eingespart.
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Verfasser: Horst Helmer
http://www.Helmer-Verfahrenstechnik.de
Literaturangaben:
Horst Helmer+Co.KG, Muhr a.See
Dantherm GmbH, Bremen
A.Kaut +Co., Wuppertal
Anlagen:
h,x-Diagramm feuchter Luft
Leistungsdiagramm CDT 50
Prospekt CDT 50
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Copyright © 2003 Horst
Helmer + Co. KG
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